Heute schon geSUPt? – Stand Up Paddling für Camper

Heute schon geSUPt? – Stand Up Paddling für Camper

Geschrieben am 22.07.2017
von Camper-Coach

Stand Up Paddling (SUP) erfreut sich immer mehr Beliebtheit.

Auf einem breiteren und stabileren Board als beim Surfen paddelt man stehend über das Wasser. Die Boards gibt es als feste und aufblasbare Variante (Inflatable-Boards = I-SUP), also ideal fürs Campen.

Viele Campingplätze liegen an einem See oder auch direkt am Meer, daher bietet sich das SUP geradezu an, das kühle Nass nicht nur als Schwimmer, Surfer oder Tretbootfahrer zu nutzen.

SUP macht nicht nur Spaß, sondern auch fit! Es ist quasi eine Allround-Fitnesswaffe, denn beim SUP trainiert ihr nicht nur Beine, Rumpf, Rücken, Schultern und Arme, sondern auch eure Koordination (Gleichgewicht) und Ausdauer.

Der Vorteil: SUP kann jeder, ob alt oder jung, denn es ist viel leichter als Surfen, Kite-Surfen oder Wellenreiten.

Um euch einen kleinen Einblick zu geben, wie das Ganze funktioniert und auf was ihr am Anfang achten müsst, habe ich für euch geSUPt:

  1. Paddel einstellen

Stellt das Paddel vor euch auf den Boden und legt den Handballen auf den oberen Griff. Euer Arm sollte entspannt (nach oben) gestreckt sein.

  1. Board ins Wasser

Da ein SUP-Board sehr breit ist, kann man es nicht mit den Armen umfassen. Dafür ist bei jeden Board in der Mitte ein Haltegriff zum Tragen angebracht.

  1. Aufsteigen bis Kniestand

Stellt euch auf Höhe des Haltegriffes in der Mitte an das Board und legt das Paddel quer über das Board. Greift mit beiden Händen schulterbreit den Schaft des Paddels und stützt euch auf. Nun setzt ihr erst ein Knie auf das Board, bevor ihr das andere Knie parallel dazu aufstellt. Umso breiter ihr die Knie aufstellt, umso stabiler ist euer Stand.

Jetzt könnt ihr den Oberkörper aufrichten und habt die Mittelposition erreicht. Durch den tiefen Schwerpunkt den ihr in dieser Position habt, könnt ihr beginnen zu paddeln und euch an das Board selbst, an das Verhalten des Boards, die Wellen etc. zu gewöhnen. Da das Paddel für euren Stand eingestellt ist, greifen beide Hände den Schaft des Paddels.

  1. Vom Kniestand in den Stand

Das Paddel liegt quer vor euch. Stützt euch mit beiden Händen ab und stellt einen Fuß so breit es geht auf Höhe des Tragegriffes, das andere Knie bleibt unten. Der Blick ist nach vorn gerichtet, der Po unten, so ist das Gleichgewicht stabiler. Nun stellt ihr den zweiten Fuß schulterbreit auf, die Hände bleiben noch aufgestützt. Jetzt richtet ihr euch auf und nehmt das Paddel mit nach oben. Die Knie bleiben leicht gebeugt und ihr beginnt direkt mit dem paddeln, denn das bringt Stabilität.

Auf geht’s!!!

  1. Paddeln

Stecht das Paddel so weit es geht seitlich vor Euch in Wasser, der obere Arm sollte gestreckt sein und zieht das Paddel nah am Board nach hinten durch. Nach ein paar Mal müsst ihr die Seite wechseln, da das Board anfängt schräg zu fahren. Dazu nehmt ihr die untere Hand vom Schaft nach oben an den Griff und die obere Hand vom Griff nach unten an den Schaft. Das spielt sich nach der Zeit ein. Wichtig ist, dass ihr die Handpositionen auch wirklich immer wechselt und nicht mit überkreuzten Armen paddelt.

Und hier nochmal alles im Video erklärt:

Jeder macht auch mal Fehler, hier ein paar kleine Tipps, die Euch helfen werden:

  1. Falsches Aufsteigen

Ihr stützt euch beim Aufsteigen nicht mit beiden Händen auf das Board auf, sondern versucht euch hochzuziehen. Dabei zieht die hintere Hand das Board zum Körper und das Brett kippt um.

  1. Kopf beim Aufstehen nach unten gerichtet

Ihr konzentriert euch zu sehr auf eure Füße und wollt sehen, wo ihr sie hinstellt. Durch den Blick nach unten verlieren eure Augen und euer Gehirn (Gleichgewichtssinn) den Bezugspunkt und ihr seht die kommenden Wellen nicht. Dabei geht auch automatisch euer Po nach oben und somit liegt der Körperschwerpunkt zu weit oben und es wird wackeliger.

  1. Wild mit den Armen rudern, wenn es wackelt

Das hilft euch höchstens nur, um noch schneller ins Wasser zu fallen. Lasst euer Paddel im Wasser, denn das ist euere Stütze, quasi euer drittes Bein. Bewegt es auf der Wasseroberfläche hin und her und ihr werdet sehen, dass ihr das Gleichgewicht schnell wiederfindet. Ihr könnt auch, wenn es zu wackelig wird, schnell in die Hocke gehen. Der tiefe Schwerpunkt gibt Stabilität.

  1. Beim Paddeln das Paddel durchs Wasser ziehen

Jetzt könnte man sagen, ja klar, was soll ich auch sonst machen. Stellt euch aber vor, ihr stecht das Paddel vor euch ins Wasser und zieht euch und euer Board daran vorbei. Das ist ein entscheidender Unterschied und dieser Gedanke wird euch helfen, eure Technik zu verbessern. Vor allem kostet es weniger Armkraft, da ihr dabei euren Oberkörper durch eine leichte Rotation noch mehr mit einsetzt.

  1. Nicht den Mut verlieren

Aller Anfang ist schwer und klar, es wackelt. Lasst euch davon nicht nervös machen und verliert nicht den Mut. Euer Körper muss sich erst einmal an die neue Situation gewöhnen. Es dauert ca. 10 Minuten bis er sich darauf eingestellt hat und ihr werdet sehen, das Gefühl auf Wackelpudding zu stehen geht vorbei.

Probiert es einfach bei eurem nächsten Campingtrip aus, ihr werdet es nicht bereuen, denn es ist ein riesen Spaß für die ganze Familie! Und denkt daran: Reinfallen und Nasswerden gehört dazu!

An die Paddel – fertig – los!

Euer

Camper-Coach